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Lokalnachrichten aus Crailsheim, Landkreis Schwäbisch-Hall und Region

Noch ein langer planerischer Weg bis zum OBI-Neubau

Crailsheim.  Mit dem Beschluss des Regionalverbands, den Regionalplan für die "Ergänzungsstandorte" für den Einzelhandel in Crailsheim zu ändern, ist der Stadt die Möglichkeit erwachsen, Roßfeld neu zu überplanen.

"Die Stadt hat vom planungsrechtlichen Prozess her ihre Hausaufgaben gemacht, Einwände aufgearbeitet und nun die Planungshoheit", fasste Baubürgermeister Herbert Holl das Ergebnis der Sitzung der Regionalverbandsversammlung in Boxberg zusammen (wir berichteten). Damit ist der Weg noch nicht frei für Neubauten im Gewerbegebiet Roßfeld, wohl aber für den Start planerischer Arbeit.

Was dort im Stadtteil Roßfeld geplant ist, verdeutlicht die "Vorhabensbeschreibung", die den Mitgliedern des Gremiums am Mittwoch vorlag. Der bereits am Standort angesiedelte OBI-Baumarkt möchte demnach seine Verkaufsfläche verlagern und zugleich von bislang 5113 auf 5999 Quadratmeter erweitern. Diese Fläche wird "gewichtet", das heißt, der Anteil des überdachten Gartenmarkts wird mit 50 Prozent, der der Freifläche mit 25 Prozent bewertet. Die gewichtete Flächenbilanz wächst nach OBI-Vorstellungen um 886 Quadratmeter.

Der bisher betriebene OBI-Baumarkt soll aufgegeben und vom Eigentümer des Gebäudes, der Möbel Bohn GmbH, für eigene Zwecke wie Möbelverkauf genutzt werden. Eine Änderung des städtischen Bebauungsplans soll sicherstellen, dass eine weitere Nutzung als Baumarkt ausgeschlossen wird. Deutlich wird die Regionalplan-Vorlage auch, wenn es um das "zentrenrelevante Sortiment" geht. Wohnaccessoires, Vorhänge/Stoff, Bastelartikel, Haushaltswaren und Baddekoration werden hier künftig auf 800 Quadratmeter oder maximal zehn Prozent der Verkaufsfläche beschränkt.

Die Fläche des Ergänzungsstandorts auf dem Feld hinter dem Mediamarkt wird 3,4 Hektar nicht überschreiten. Sie ist schon jetzt im Flächennutzungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen. Die Prüfung der Alternativen habe ergeben, so die Vorlage, dass "keine anderen Standorte für großflächige Bau- und Gartenmärkte in den zwei anderen Ergänzungsstandorten zur Verfügung stehen - weder in der Schönebürgstraße, noch am Alten Postweg/Bahnhof/Eberl. Im Fliegerhorst allerdings könnte und dürfte sich laut Aussage von Herbert Holl ein weiterer Baumarkt ansiedeln. Toom habe aber einen Rückzieher gemacht.


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